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Projekt: Umgestaltung der Eingangsklassen
in eine altersgemischte Eingangsstufe
So
fing es an:
Ca. fünf Jahre beschäftigten sich
KollegInnen der Wartburg-Grundschule mit dem Gedanken,
den Eintritt in die Grundschule kinderechter zu
gestalten. Der Besuch der Laborschule Bielefeld,
die Auseinandersetzung mit Literatur zum Modellversuch
‚Altersgemischtes Lernen’ in Baden Württemberg
sowie verschiedene Publikationen zum Thema jahrgangsgemischte
Eingangsstufe ließen die verschiedenen Argumente
für eine altersgemischte Eingangstufe deutlich
werden:
- Kinder lernen voneinander: Regeln
und Rituale, Lerninhalte (Das verständliche
Erklären eines Inhalts stellt einen Lernzuwachs
besonderer Qualität dar.). Die Lehrerin hat
mehr Zeit für das einzelne Kind.
- Kinder erfahren ihr
Lernen auf einer Metaebene durch Vermittlung
an jüngere Schüler. Sie entdecken eigene Lernfortschritte.
- Kinder haben größere
Chancen, Spiel- und Lernfreunde zu finden: z.B.
schnell lernende Kinder aus der ersten Klasse
finden Partner/innen in den älteren Kindern.
- Jedes Kind erfährt,
erst zu den jüngeren Kindern, später zu den
älteren Kindern zu gehören, ein für Einzelkinder
sehr wichtiger Lernprozess.
- Die jahrgangsübergreifende
Eingangsklasse ermöglicht eine individuelle
Verweildauer: langsam lernende Kinder können
drei Jahre in ihrer Bezugsgruppe bleiben, schnell
lernende Kinder können schon nach einem Jahr
in das dritte Schuljahr wechseln. Dies stellt
eine besondere Chance für vorzeitig eingeschulte
Kinder dar. Das unsoziale und Kinder beschämende
Sitzenbleiben entfällt.
- Der differenzierte Unterricht
bekommt einen besonderen und gleichzeitig
selbstverständlicheren Stellenwert.
- Die Zusammenarbeit zwischen
den KollegInnen der einzelnen Klassen erfährt
sowohl auf der horizontalen Ebene als auch auf
der vertikalen Ebene eine besondere Gewichtung.
Z.B. der Übergang in die dritte Klassen benötigt
eine umsichtige Planung, Absprache und intensive
Zusammenarbeit.
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