Gemeinschaftsgrundschule Kaldenkirchen
 
Schwerpunkt in FiLiS


4. Zwischenbilanz

Die Integrierte Eingangsstufe ermöglicht den Kindern Entwicklungsverzögerungen in Teilbereichen aufzuarbeiten und trotzdem innerhalb des Klassenverbandes die Lernziele der ersten beiden Grundschuljahre zu erreichen.
Die Kinder müssen nicht nach 6 bis 8 Wochen die Klasse wechseln, wie es der Besuch des Schulkindergartens mit sich bringt. Sie werden zwar statistisch zurückgestellt und dem „Schulkindergarten“ zugewiesen, verbleiben aber in ihrer Klasse. Mit dem erfolgreichen Übergang ins 2. Schuljahr ist diese Zurückstellung automatisch aufgehoben.
Die Kinder gewöhnen sich an wechselnde Lerngruppen (klassenübergreifend) und Arbeitsformen. Wird eine spätere Zurückstellung wegen zu großer Entwicklungsverzögerungen unumgänglich, ermöglicht die Bezugsperson (Leiterin der IE) dem Kind stufenweise einen Wechsel in die neue Lerngemeinschaft.
In der Integrierten Eingangsstufe werden zwei Elemente miteinander verbunden. Es wird versucht, die Defizite der „Integrationskinder“ in den entsprechenden Lernbereichen durch intensive Förderung aufzuarbeiten. Es soll ihnen der Unterrichtsstoff der ersten beiden Schuljahre vermittelt werden. Gelingt dies jedoch nicht, erhalten die langsam lernenden Kinder mehr Zeit sich zu entwickeln. Sie können diesen längeren Entwicklungsprozess durchmachen, ohne die Zugehörigkeit zu den Mitschülern und den Bezugspersonen in einer vertrauten Umgebung zu verlieren.
Jedes Kind soll nur am eigenen Lernfortschritt gemessen werden. In der Auseinandersetzung mit den schulischen Anforderungen wollen wir die Kinder behutsam begleiten und sie stärkende Erfahrungen mit ihrer Leistungsfähigkeit und ihrem Leistungsvermögen machen lassen.

Der Erfolg gibt uns Recht:

  • Kinder mit geringen Lernstörungen können nach einer zeitlich begrenzten Verweildauer in der jeweiligen Fördergruppe den Anschluss an die Klasse erlangen.
  • Kinder mit massiveren Problemen haben die Chance, an allen Fördermaßnahmen teilzunehmen und gegebenenfalls die Klasse zu wiederholen.
  • Einzelne Kinder verkürzen ihre Verweildauer in der Schuleingangsstufe auf 1 Jahr.
  • An Zahlen festgemacht bedeutet dies, dass die Anzahl der Kinder, die in der Schuleingangsphase eine Klasse wiederholten, seit der Einführung der „Integrierten Schuleingangsstufe“ drastisch zurückgegangen ist.

Während in der Zeit vor 1996 ca. 10 Kinder unserer Schule den Schulkindergarten besuchten, ist die Zahl der Kinder, die nach Einführung der Integrierten Eingangsstufe im 1. oder 2. Schuljahr eine Klasse wiederholen, drastisch zurückgegangen. Es sind nun im Durchschnitt etwa 1-2 Kinder, die auf Wunsch der Eltern zurücktreten.
Von der intensiveren Förderung profitieren weitaus mehr Kinder als früher. Im Schuljahr 2002/03 wurden in den verschiedenen Bereichen 36 Kinder des 1. und 15 des 2. Schuljahres gefördert.

 

 
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