zu 5 Gelingensbedingungen
Zur
Zusammenarbeit auf unterschiedlichen Ebenen
bereit sein
Sich Zeit für Teamarbeit nehmen
Ungefähr zwei Stunden zusätzliche
Zeit pro Woche sollten die zusammenarbeitenden
Kolleginnen sich für Teambesprechungen
und Fallberatungen nehmen. Die so investierte
Zeit wirkt sich allerdings auch entlastend
und bereichernd aus:
* Die Verantwortung wird von mehreren getragen.
* Auch die anfallende Arbeit kann verteilt
werden.
* Die unterschiedlichen Perspektiven, Ideen,
Kenntnisse und Fähigkeiten der Teammitglieder
werden sowohl bei der Unterrichtsgestaltung
als auch im Umgang mit den Kindern als Bereicherung
erlebt.
* Ist in einer konkreten Situation die Kraft
einer Kollegin erschöpft kann die andere
„übernehmen„.
Gelungene Teamarbeit ist eben mehr als die
Summe ihrer Teile. Ein gutes Team „wächst
immer mal wieder über sich selbst hinaus„
und das ist einfach ein sehr gutes Gefühl.
Wechselnde
Unterrichtsformen realisieren
Eine flexible Unterrichtsgestaltung mit
lehrerzentrierten instruktiven und schülerzentrierten
offenen Phasen ist wichtig, um den sehr
unterschiedlichen Lernbedürfnissen
und -möglichkeiten der einzelnen Kinder
gerecht werden zu können.
Konsens
im Kollegium herstellen
Die Mehrheit der Kollegiumsmitglieder sollte
hinter der Integrationsarbeit stehen. Es
sollten verbindliche konzeptionelle und
organisatorische Absprachen getroffen werden,
die auch ins Schulprogramm aufgenommen werden
sollten.
Heterogenität
der Lerngruppe sollte man als Chance und
Bereicherung sehen
und diese Chance nutzen, auch wenn streckenweise
zeitliche, physische und psychische Belastungen
damit verbunden sein können.
zu 6 Ressourcen
Personal
Unabdingbar ist eine personelle Besetzung
mit einer Klassenlehrerin und einer Sozialpädagogin
oder Schulkindergärtnerin. Wünschenswert
sind darüber hinaus einige Wochenstunden
einer dritten Kraft.
Material
Material für die differenzierte Förderung
in den Lernbereichen ist unbedingt erforderlich.
Außerdem benötigt man Materialien
für die Basis- und Wahrnehmungsförderung.
(Bei uns zum Teil vom Förderverein
angeschafft.)
Räume
Für mindestens 10 Wochenstunden sollte
ein zusätzlicher Raum zur Verfügung
stehen.
zu 7 Dokumentation
und Evaluation
Leistungsprofile
Schon vor der Einschulung (nach dem Unterrichtsspiel),
nach der Einschulung im Oktober und im März
werden Leistungsprofile mit konkreten Förderzielen
und Fördermaßnahmen für
jedes integrativ geförderte Kind geschrieben.
Rück-
und Ausblick
Am Ende des Kalenderjahres gibt es einen
Rückblick auf die bisherige Entwicklung
sowie einen Ausblick auf die weiteren Arbeitsziele
und -schritte in schriftlicher Form (Fortschreibung
des Schulprogramms).
Planung
der weiteren Arbeit
Mit dem zukünftigen Team wird schließlich
die Arbeit für das neue Schuljahr geplant.
An diesen Sitzungen nehmen zusätzlich
Klassenlehrerinnen des „alten„
Teams und die Schulleiterin teil.
Grenzen
der Integration
Kinder
Es gibt Kinder, die trotz integrativer Förderung
die Ziele des Anfangsunterrichts nicht erreichen,
weil ihr Förderbedarf zu hoch ist.
Meist wird für diese Kinder ein VO-SF
eingeleitet.
Rahmenbedingungen
In Klassen mit mehr als 25 Kindern kann
die integrative Förderung nur mit zusätzlichen
personellen und räumlichen Mitteln
durchgeführt werden.
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