Grundschule Enger
 
Innovative Lernkultur


Der Versuch einer Definition erfolgt in Anlehnung an den Bericht der „Expertengruppe des Forum Bildung“ zum Themenschwerpunkt „Neue Lern- und Lehrkultur“ (www.forum-bildung.de/bib/material/experten10_neu.pdf).
Durch die Notwendigkeit, das Lernen zu lernen, müssen die Lernprozesse selbst stärker zum Gegenstand von Bildung werden. Inhaltliches Wissen, dessen Anwendung und soziale Kompetenzen können nur im Zusammenhang miteinander erworben werden.
Der Wandel in allen Bereichen von Leben und Arbeit erfordert eine neue Lern- und Lehrkultur. Es geht nicht mehr um abrufbares Vorratswissen, sondern um aktives und intelligentes Wissen, das auf Zuwachs und Veränderung ausgerichtet ist und immer in den Zusammenhang von Handlungsmöglichkeiten und Handlungsverantwortung hineingestellt ist. Die Sicherung von Wissen, der Aufbau von Fähigkeiten und Befähigungen und die Übernahme von Bewertungs- und Handlungsverantwortung rücken in den Mittelpunkt des Lernens.
In der Schule muss darauf geachtet werden, dass Selbstverantwortung im Lernprozess entwickelt und gestärkt, zur Selbststeuerung befähigt und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Lernen gefördert wird.
Dabei muss die Schule selbst aktiv werden.
Das entdeckende Lernen und der Erwerb einer Vielfalt von Methoden zum eigenverantwortlichen Lernen sind Schwerpunkte an unserer Schule. Die Qualität von Unterricht und Erziehung bewirkt die schulische Effektivität. Lerninhalte müssen Anknüpfungspunkte im Leben der Schülerinnen und Schüler haben. Als „Haus des Lernens“ ist Schule auch Alternative und Ergänzung zu anderen Lebensräumen.
Lernprozesse sind zu individualisieren.
Inhalte sind auf Qualität und Bezug zur Lebenswirklichkeit ständig zu überprüfen und weiter zu entwickeln. Dazu trägt die Öffnung von Schule bei. Lernen in Zusammenhängen wird ermöglicht.
Durch eine entsprechende Förderung ist der individuellen Entwicklung der einzelnen Kinder genügend Raum zu geben. Die Kinder sollen dabei eigenen „Lernpfaden“ folgen. Die Lernenden werden ernst genommen und am Lernprozess beteiligt. Kreativität muss in allen Fächern Wertschätzung erfahren.
Der persönliche Fehler ist als Ausgangspunkt des Lernens zu nehmen.
Anderweitig erworbenes Wissen muss verwertet bzw. kritischer Betrachtung und Wertschätzung unterworfen werden.
Die Schule stellt Möglichkeiten dafür bereit.
Sie folgt dem Grundsatz: Hilf mir, es selbst zu tun (M. Montessori). Sie stellt Raum und Zeit für offene Lernformen bereit (individualisierte Stundentafeln und –pläne). Sie bietet angemessenes Material zum Lernen an (Nutzung von Medien und neuer Technologie).
Dazu sind neue pädagogische und didaktische Konzepte erforderlich.
Offene Lernformen bieten Zeit und Raum zur individuellen Zuwendung und zur Betreuung bei Problemen, die z.B. durch die Familiensituation der Kinder entstanden sind.
Die Rahmenbedingungen für die Familie lassen sich durch ausreichende Betreuungsangebote verbessern. Das Recht darauf impliziert allerdings auch gleichzeitig die Pflicht der Eltern zu konstruktiver Mitarbeit im Hinblick auf aktive Teilnahme am Schulleben und Übernahme von Mitverantwortung in den Mitwirkungsorganen. Voraussetzung dazu ist ein transparenter Informationsfluss an der Schule.
Auch zu Hause benötigen Kinder eine angemessene Lernumgebung, Anleitung, Angebote und Zeit der Eltern für gemeinsame Lernerfahrungen.


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