Projektbeschreibung lang


Im Land Nordrhein-Westfalen wird im Rahmen des BLK-Programms QuiSS seit dem Schuljahr 1999/2000 ein auf fünf Jahre angelegtes Modellvorhaben zu Aspekten der Schuleingangsphase durchgeführt. Mit dem Begriff Schuleingangsphase wird der Bereich des Schulkindergartens und der Klassen 1 und 2 bezeichnet. Unter dem Titel „Förderung innovativer Lernkultur in der Schuleingangsphase - FiLiS“ geht es um die Entwicklung und Erprobung von Modulen zur Qualitätsverbesserung schulischen Lernens in einer exemplarischen Übergangssituation. Mit dem Ziel der Entwicklung innovativer Lernkultur sollen zielgruppenspezifisch differenzierte Elemente miteinander zu einem Gesamtkonzept für die Schuleingangsphase verzahnt werden. Dazu gehört

  • die Analyse von Elementen in Erziehung, Unterricht und Schulleben, die eine innovative Lernkultur fördern;
  • die Entwicklung von Elementen zur zielgruppenspezifischen Differenzierung von langsam- und schnelllernenden Kindern sowie von Kindern mit spezifischen Behinderungen, u.a. unter Berücksichtigung von Zurückstellung, vorzeitiger Einschulung sowie individueller Verweildauer in den Klassen 1 und 2;
  • die Erprobung didaktisch-methodischer Konzeptionen des Erwerbs der Kulturtechniken, organisatorischer Rahmenbedingungen (jahr-gangsübergreifende Klassen) sowie Formen der Zusammenarbeit mit Experten innerhalb und außerhalb von Schule unter der Zielsetzung der Förderung innovativer Lernkultur in der Schuleingangsphase.

An dem Modellvorhaben sind in Nordrhein-Westfalen sieben Grundschulen beteiligt. Die ausgewählten Schulen sollen in ihrer Region Initialwirkung haben. Deshalb befindet sich in jedem der Regierungsbezirke mindestens eine Grundschule. Die am Modellvorhaben teilnehmenden Schulen bauen in ihrer Region Netzwerke mit anderen Grundschulen sowie weiteren Partnern auf. Durch die Bildung von regionalen Netzwerken soll die Verbreitung von bewährten Ansätzen innovativer Lernkultur angeregt werden.

 

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